Datum: | Januar/Februar 2009 |
Zugehöriges Bild: | |
Als Word-.doc laden: | |
Web-Link: | |
Themen: | Betriebssystem und Plattform übergreifendes Treiber-System für Meilhaus Electronic Messkarten. Unter Windows und Linux. Unterstützt C, Visual Basic, Delphi, Python, LabVIEW, VEE Pro |
Bei der Treiber-Unterstützung für ihre Mess- und Steuer-Karten aus eigener Entwicklung setzt die Firma Meilhaus Electronic auf Offenheit. So unterstütz das neue ME-iDS (intelligent Driver System) neben Windows auch verstärkt die Linux-Welt. Als Software-Entwicklungs-Umgebung ist hier zum einen ANSI-C wichtig, zum anderen LabVIEW für Linux. Darüber hinaus arbeitet ME-iDS aber auch mit der Betriebssystem übergreifenden Programmiersprache Python. Auf der Windows-Seite werden C/C++, C#, Visual Basic, Delphi, Python, VEE Pro und LabVIEW unterstützt.
Die Programmierung der Meilhaus Electronic Karten und Geräte wird von dem Treibersystem ME-iDS wesentlich vereinheitlicht und vereinfacht. Es bietet eine Geräte- und Betriebssystem übergreifende, einheitliche Programmierschnittstelle. Mit ME-iDS ist der Einsatz der Mess- und Steuer-Karten von Meilhaus Electronic sowohl unter Linux oder Windows, als auch Busplattform übergreifend möglich: Egal, ob für PCI, PCI-Express, CompactPCI/PXI oder sogar im vernetzten Einsatz per Ethernet, die Treiber-Software ist immer die gleiche. Für den Programmierer macht es keinen Unterschied, für welchen Bus oder welches Betriebssystem er Software entwickelt.
Vereinfacht ausgedrückt beruht das Konzept auf einem "Frage-und-Antwort"-Spiel zwischen Soft- und Hardware: Die Software kann alle unterstützten Geräte nach deren Komponenten und Eigenschaften abfragen. Mit dieser Information wird dann im nächsten Schritt auf die gewünschten Funktionsgruppen der Hardware ("Subdevices") zugegriffen. Diese Subdevices sind zum Beispiel "analoge Erfassung", "analoge Ausgabe", "digitale Ein-/Ausgabe" oder "externer Interrupt". Eine Vielzahl von Beispielen demonstriert die Verwendung des Treiber-Systems mit den unterstützten Hochsprachen und Entwicklungs-Umgebungen.
Die von Meilhaus Electronic angebotene Hardware zum Treibersystem beinhaltet klassische Mess- und Steuer-Karten für PCI, PCI-Express, 3 HE CompactPCI/PXI sowie deren Umsetzung auf Ethernet/LAN und USB. Die Karten mit Analog-Eingängen erfassen Spannungen, Ströme, Sensor-signale etc. Die Analog-Ausgänge steuern analoge Aktoren oder simulieren Signale zum Beispiel in Prüfständen. Mit den Digital-Kanälen werden Schaltvorgänge oder SPSen gesteuert oder digitale Signale erfasst bzw. ausgegeben. Die Isolation vieler Modelle bietet speziell im industriellen Umfeld erhöhte Störsicherheit und Zuverlässigkeit. Die Interrupt-Steuerung vieler Karten erlaubt eine Event/Ereignis basierende Arbeitsweise (z. B. Interrupt bei fehlerhaftem Prüfling) im Gegensatz zur Zyklus basierenden Arbeitsweise gängiger SPSen.
Treiber-System ME-iDS
____________________
Datum: | Januar/Februar 2009 |
Zugehöriges Bild: | |
Als Word-.doc laden: | |
Web-Link: | |
Themen: | Serielle und digitale Interface-Karten für den Embedded-PC/104- und PC/104-Plus Formfaktor. RS232, RS422, RS485. TTL-Digital-I/O. |
Der PC/104-Formfaktor spielt auch in seiner ursprünglichen, ISA-basierenden Ausführung heute noch eine wichtige Rolle in Embedded-Anwendungen. Die Karten sind mit einer Abmessung von ca. 90 mm x 96 mm sehr kompakt. Eine weitere wichtige Eigenschaft des PC/104-Standards ist, dass die Karten direkt aufeinander gesteckt werden können, wobei keine Backplane benötigt wird. Unter der Bezeichnung PC/104-Plus ist auch eine Variante mit PCI-Bus und "Durchschleifung" des ISA-Busses auf den I/O-Karten im Einsatz, bzw. als PCI/104 eine "Nur-PCI-Variante". Auch Ausführungen mit PCI-Express-Bus sind inzwischen in den Standard aufgenommen worden.
Meilhaus Electronic liefert Interface-Karten im klassischen, ISA-basierenden PC/104-Format sowie im erweiterten PC/104-Plus-Format. Die ME-90 ist eine serielle 8-Port Schnittstellenkarte. Die Ports können entweder alle RS232, alle RS422/RS485 oder gemischt sein (halb-halb), wobei RS422 oder RS485 per Jumper wählbar ist. Zwei Flachband-Kabel auf je 4x 9-polige Sub-D Stecker sind im Lieferumfang. Die Übertragungs-Rate beträgt max. 1 MBaud (UART-Daten, in der Praxis systemabhängig). Bei RS422/RS485 ist die Terminierung mit Jumpern einstellbar. Die Steuerung der RS485-Übertragung erfolgt über RTS oder DTR halb-duplex oder per Auto-Umschaltung. Alle RS232 Handshake-Leitungen sind auf die Verbinder geführt. Mit ihrem erweiterten Temperaturbereich –40...+85°C, ESD-Schutz, einem zusätzlichen, externen Interrupt-Eingang und einem 5 V Versorgungs-Pin pro Port ist die ME-90 die ideale Lösung für Point-of-Sales, Retail und industrielle Datenübertragungen. Die Karte verfügt in der PC/104-Variante über einen großen Adressbereich, wobei die Basis-Adresse mit Jumpern eingestellt wird. Sie arbeitet als Standard-COM-Ports unter Windows, Linux und anderen Betriebssystemen – es ist kein spezieller Treiber erforderlich. Im PC/104-Plus-Format unterstützt die Karte das PCI-übliche Plug'n'Play-Verfahren. Treiber sind verfügbar für Windows Vista/XP/2000 und Linux.
Eine weitere Karte im PC/104-Format, die ME-24, bietet 24 TTL-Digital-I/O-Kanäle. Diese sind in drei 8-bit-breite Ports gruppiert, die portweise als Ein- oder Ausgänge konfiguriert werden können. Auch die ME-24 bietet einen großen Adressbereich, einen erweiterten Temperaturbereich –40...+85°C sowie einen zusätzlichen, externen Interrupt-Eingang.
ME PC/104
____________________